Buntes Sommer-Programm in Wandlitz

Ein buntes Sommer-Programm in Wandlitz

Haben Sie den Blühenden Siegfried schon kennen gelernt? Oder den Blauen Schweden? Zusammen mit vielen anderen pflanzlichen Raritäten warten die beiden auf Sie im Schaugarten am BARNIM PANORAMA. Bis in den Oktober hinein gibt es dort immer wieder Neues zu entdecken. Und am 24.09. gipfelt das Sommerprogramm im Naturpark- & Erntefest mit vielen Attraktionen für Groß und Klein.

Lädt den ganzen Sommer über ein: der Schaugarten

Irgendeine Überraschung halten die Beete im Schaugarten immer bereit: Da wächst seltenes Wurzelgemüse neben Getreideraritäten, da sind Kartoffeln schon mal blau, und da dürfen der Porree ‚Siegfried‘ und das Radieschen ‚Purple Plum‘ blühen, denn aus den ausgereiften Samenständen lässt sich Saatgut gewinnen. Der diesjährige Themenschwerpunkt aber liegt auf Ölpflanzen in all ihrer Vielfalt: Schwarzer Sesam, Leindotter, Saflor, Senf, Ölrettich, Soja, Ölkürbis und ganz unterschiedliche Leinsorten sind zu bewundern.

Beim Naturpark- & Erntefest können Sie dabei sein, wenn aus einigen dieser Pflanzen Öl gepresst und ganz frisch verkostet wird. Darüber hinaus erfahren Sie Wissenswertes zu Herkunft und Geschichte, zu Nutzung und ernährungsphysiologischem Wert der unterschiedlichen Ölpflanzen – und inwieweit sie das Zeug für einen Anbau in der Region haben.

Dieses Jahr gleich nebenan: das Naturpark- & Erntefest am 24.09.

Dieses Jahr wird das Naturpark- & Erntefest erstmalig gemeinsam begangen und naturverbundene Menschen aus Stadt und Land anziehen. Rund um das BARNIM PANORAMA in Wandlitz – auf der Festwiese, im Schaugarten und entlang des Entdeckerpfads – erwartet die Besucher ein vielfältiges Programm mit Akrobatik, Livemusik, Tanz- und Theater. Ein Regionalmarkt bietet nicht nur regionale Produkte und Kunsthandwerk, sondern trägt auch den Wettbewerb um die lustigste Kartoffel aus. Und auch die bewährten Mitmach-Stationen wird es wieder geben: Grünholzdrechseln, Nistkastenbau, Bogenbau und Bogenschießen. Für Kinder heißt das: Es kann geritten, geklettert, gebastelt, experimentiert und getobt werden.

Weitere Sommer-Angebote des BARNIM PANORAMAS und spezielle Veranstaltungen im Schaugarten finden Sie auf www.barnim-panorama.de.

 

 

 

 


 

 

 

Selber gärtnern, Vielfalt retten

Selber gärtnern, Vielfalt retten

Auch in Ihrem Garten oder Blumenkasten können Sie die Natur schützen. Indem Sie z.B. gefährdete Kulturpflanzen säen – und an unserem Gewinnspiel teilnehmen! Zu gewinnen gibt es nicht nur Saatgut-Raritäten vom VERN e.V. und Erlebnisgutscheine, sondern für alle Teilnehmer Stunden voller Gartenglück.

Um welche Vielfalt geht es eigentlich?

Es geht um seltene und in Vergessenheit geratene Kräuter und Blumen, Gemüse- und Getreidesorten wie zum Beispiel die Pfauengerste, die Wunderblume, den Knollenziest oder eine Gurke namens „Berliner Aal“ – also die Vielfalt unserer Kultur- und Nutzpflanzen. Sie ist ein wertvolles Kulturgut, das dank unzähliger Hände und mit viel Kreativität über die Jahrhunderte entstanden ist. Durch moderne Züchtungen und einen zunehmend industrialisierten Anbau ist ein Großteil der einstmals vorhandenen Vielfalt bereits verschwunden, die verbleibende stark gefährdet. Nur indem wir seltene Arten und Sorten anbauen und nutzen, holen wir sie aus der Gefährdung.

Warum ist diese Vielfalt so wertvoll?

Sie ist unsere Ernährungsgrundlage! Die Arten- und Sortenvielfalt garantiert eine große genetische Bandbreite und macht es so möglich, dass sich unsere Kulturpflanzen an veränderte Umwelt­bedingungen wie den Klimawandel, Krankheiten oder Schädlinge anpassen können. Alte, seltene Arten und Sorten überzeugen zudem durch eine große Formen- und Farbenfülle, durch ihren intensiven Geschmack, einen langen Erntezeitraum, einen hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen – und dadurch, dass sie sich vermehren lassen. Deshalb eignen sie sich so gut für Haus- und Schulgärten, Hinterhöfe und Balkone.

Wie funktioniert das Gewinnspiel?

Geben Sie seltenen Kulturpflanzen einen Platz in Ihrem Garten oder Blumenkasten und lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben. Schicken Sie uns ein digitales Foto von Ihrem nachhaltigen Gartenglück und schreiben Sie bitte dazu, um welche Kultur es sich handelt. Auf Ihrem Bild können Saattöpfchen oder blühende Beete, die Arbeit im Garten oder die Ernte zu sehen sein. Senden Sie ruhig mehrere Motive an:
R.Manger@lobetal.de

Wir laden von April bis September 2017 eine Auswahl der Fotos in unsere Garten-Galerie auf www.naturschutzbecher.de und verlosen unter allen Teilnehmern folgende Preise. Die Gewinner werden beim Naturpark- & Erntefest am 24. September im Schaugarten bekannt gegeben.

Welche Preise winken?
+ 5 Saatgutpakete mit jeweils 4 Sortenraritäten für Balkon/ Fensterbrett oder Garten und einem Profi-Gartenwerkzeug
+ 3 Gutscheine für einen Familieneintritt ins BARNIM PANORAMA
+ 20 Gutscheine à 5 Euro für Joghurts von Lobetaler Bio, begleitet von 20 unverwüstlichen Schmuckdeckeln für die 500-Gramm-Becher

Wichtig:
Bitte hängen Sie die digitalen Fotos an eine E-Mail mit Ihrem vollständigen Namen und Ihrer Postadresse. Nur so können wir Ihnen einen Preis schicken.

Die Teilnahme ist bis zum 23.09.2017 möglich.

Wo gibt es Inspiration?

Im Schaugarten des BARNIM PANORAMA. Dort wachsen Jahr für Jahr ganz unterschiedliche Raritäten – 2017 stehen die Ölpflanzen im Mittelpunkt. In weiteren Themenbeeten treffen Sie auf fast vergessenes Wurzelgemüse, seltene Getreidearten und -sorten, eine überraschende Kartoffelvielfalt oder Gemüse, das blühen darf, um den Samen zu gewinnen.

 

 

 

 


Fischotter im Naturpark Barnim

Fischotter im Naturpark Barnim

Fischotter sind schwer zu entdecken, weil die scheuen Tiere erst in der Dämmerung oder nachts aktiv werden. Aber wer genau hinsieht, kann im Naturpark Barnim ihre Spuren ausmachen. Vor allem im Winter.

Spuren lesen, leicht gemacht

Um Otterspuren zu finden, sollten Sie Ihre Augen über die Ufer eines naturnahen, unverbauten Gewässers schweifen lassen. Derartige Lebensräume sind ganz nach dem Geschmack eines Fischotters, weil sie ihm Nahrung und Unterschlupf bieten. Im Bereich von Brücken, Wehren und Schleusen hinterlassen Otter rutschähnliche Ein- und Ausstiege. Oft setzen sie dort Kot oder ein Markierungssekret ab. Auf schlammigem Untergrund und erst recht im Schnee können Sie zudem die Trittspuren eines Fischotters oder die Schleifspuren seines Schwanzes entdecken.

Letzter Rückzug im Nordosten Deutschlands

Weil er als Konkurrent der Fischer und für sein besonders dichtes Fell gejagt wurde, weil sein Lebensraum in immer kleinere Teile zerfiel, weil Gewässer ausgebaut und verunreinigt wurden, weil er beim Überqueren von Straßen oder in Fischreusen starb, verschwand der Fischotter aus weiten Teilen Europas. Deutschlandweit gab es nur noch in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern größere Vorkommen. Von hier aus breitet sich der Fischotter mit Inkrafttreten strikter Schutzmaßnahmen seit 1990 wieder stärker aus.

Otterschutz im Naturpark Barnim

Im Naturpark Barnim profitieren die Otter von der Renaturierung verschiedener Gewässer und Feuchtgebiete, in denen sie ausreichend Nahrung wie zum Beispiel Fische, Frösche, Muscheln oder Kleinsäuger finden. Die unverbauten Ufer ermöglichen den Ottern, einen Bau zu graben, und unterspülte Wurzeln dienen ihnen als Unterschlupf. Außerdem werden bei jedem Brückenneubau so genannte Bermen als Unterquerungen eingerichtet, um Fischottern die lebensgefährliche Straßenpassage zu ersparen. So ist ihr Bestand im Naturpark Barnim seit vielen Jahren stabil.

 

 

 

 






Schnitzeljagd

Gehen Sie auf Schnitzeljagd 
und gewinnen Sie ein Upcycle

oder einen von vielen weiteren Preisen!

Das Gewinnspiel ist beendet!

Die Gewinner werden benachrichtigt!

An alle Frischluft-Detektive, Naturpark-Fans, aktiven Familien, Geburtstagsgruppen, Betriebsausflügler …
Von Anfang April bis Ende Juni laden wir ein zur Schnitzeljagd durch den Naturpark Barnim: An fünf Stationen gilt es, je einen Buchstaben unseres Lösungswortes zu erraten. Ob Sie alle Rätsel an einem Tag bearbeiten oder mehrmals losziehen, bleibt Ihnen überlassen. Hauptsache, Sie schicken uns Ihr Lösungswort bis zum 16.7.2016 per Post oder geben es gleich hier auf der Website ein.

Unter allen Einsendungen mit richtiger Lösung verlosen wir ein Upcycle und viele weitere Preise.

Unsere fünf Rätselstationen sind rund um die Uhr zugänglich:

1. Barnim Panorama Wandlitz
Breitscheidstraße 8–9, 16348 Wandlitz
FRAGE: Welches Schätzchen mit Baujahr um 1900 erwartet Sie bereits vor dem Barnim Panorama? -> 8. / 11. und 19. Buchstabe

 

2. Waldweiden am Gut Hobrechtsfelde
Hobrechtsfelder Dorfstraße 45, 16341 Panketal/ Hobrechtsfelde
FRAGE: Hier suchen wir genau den Buchstaben, den die beiden Pferderassen auf den Waldweiden in Hobrechtsfelde gemeinsam haben.

 

3. Karower Teiche
Mit der Bahn: vom S-Bahnhof Karow zu Fuß die Pankgrafenstraße zum Pankeweg nehmen und von dort den ausgeschilderten Rundweg zu den Aussichtsplattformen im NSG „Karower Teiche“
Mit dem Auto: bis zum Parkplatz an der Bucher Straße, wo der Wanderweg zu den Teichen abzweigt und direkt zu einer Aussichtsplattform führt
FRAGE: Welcher Vogel, der in Büschen und Hecken brütet, hat Edelmetall in der Kehle – und im Namen? -> 1. Buchstabe

 

4. Schlossberg Biesenthal
Wehrmühlenweg 37, 16359 Biesenthal
FRAGE: Wer erzählt im Gewölbe des Kaiser-Friedrichs-Turms Geschichten?
-> 3. und 7. Buchstabe des Vornamens

 

5. Waldschule Briesetal,
Briese Nr. 13, 16547 Birkenwerder
FRAGE: Was steht gut sichtbar auf dem Hof der Waldschule Briesetal und sollte auf keinen Fall verzehrt werden?-> 7. Buchstabe

 


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Die Gewinne

Unter allen Einsendungen mit richtiger Lösung verlosen wir ein Upcyle (wahlweise als Damen- oder Herrenrad), fünf Einkaufsgutscheine im Wert von jeweils 20 € für unseren Milchladen oder unser Pflanzencenter in Biesenthal und 30 Gutscheine á 5 € für Ihren Einkauf in ausgewählten Biomärkten.

Dies ist ein Gewinnspiel der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH, Sydower Feld 1, 16359 Biesenthal. Mitarbeiter und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Aus allen richtigen Lösungen werden die Gewinner durch Losentscheid ermittelt und schriftlich benachrichtigt. Teilnahmeschluss ist der 16.07.2016
Teilnahme- & Gewinnmöglichkeit ab 18 Jahren.

Datenschutzhinweis: Alle personenbezogenen Daten werden nach Ermittlung der Gewinner gelöscht.

 


 

 

 

Wolf

Der Wolf ist da!

Auf Spurensuche in Brandenburg und im BARNIM PANORAMA Naturparkzentrum · Agrarmuseum Wandlitz

Von Wölfen und Menschen handelt eine Sonderausstellung, die noch bis Ende März 2016 im BARNIM PANORAMA zu sehen ist. Das Thema bleibt auch darüber hinaus aktuell, denn der Wolf ist zurück in Brandenburg.

In der sächsischen Lausitz wurde im Jahr 2000 erstmals wieder ein frei lebendes Wolfsrudel gesichtet. Seitdem wandern Jungwölfe auf der Suche nach einem geeigneten Revier durch Brandenburg. Aber wie wirkt sich die Rückkehr der Wölfe auf die anderen Lebewesen aus – uns Menschen eingeschlossen?

Im Naturpark ist für alle Platz

Ein Naturpark ist ein großräumiges Gebiet, das durch das Bundesnaturschutzgesetz gesichert ist. Es muss aus über 50% Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten bestehen. Im Falle des Naturpark Barnim, der sich über Flächen in Berlin und Brandenburg erstreckt, sind das sogar fast 80% seiner Fläche. Hier leben und arbeiten Menschen seit Jahrhunderten und verändern diese Kulturlandschaft. Gleichzeitig bietet ein Naturpark Lebensraum für zum Teil seltene und geschützte Tier- und Pflanzenarten. Nachhaltigkeit steht an erster Stelle. Und so wird nicht nur der Naturschutz, sondern auch ein naturverträglicher Tourismus sowie eine nachhaltige Fischerei, Land-, Forst- und Wasserwirtschaft gefördert.

Von Wolf und Mensch

Immer steht das Miteinander von Mensch und Natur im Mittelpunkt der Naturparkarbeit. Die Sonderausstellung im BARNIM PANORAMA knüpft daran an und beleuchtet ganz konkret das Verhältnis von Mensch und Wolf. Wölfe sind sehr flexible Tiere und können sich gut an unsere Kulturlandschaft und an die enge Nachbarschaft mit dem Menschen anpassen. Ihre Rückkehr wirft aber auch Fragen auf: etwa wenn Wölfe Weidetiere reißen oder einzelne Tiere sich auffällig verhalten. Wie diese Konflikte begrenzt werden können und was die Rückkehr der Wölfe für die Menschen bedeutet, erfahren Sie in der Ausstellung und ihrem umfangreichen Begleitprogramm.

 

Weitere Informationen zur Sonderausstellung unter: www.barnim-panorama.de

 

 


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Waldkauz

Der Waldkauz – unser nachtaktiver Nachbar

Wenn es dämmert im Naturpark Barnim, bricht die Zeit der Eulen an. Jetzt begibt sich auch der Waldkauz auf die Jagd und lässt seinen typischen „Käuzchen-Ruf“ erklingen, mit dem er es in so manchen Grusel-Film geschafft hat.

Gut getarnt im Naturpark Barnim

Das ganze Jahr über lebt der Waldkauz im Naturpark Barnim. Der grau-braune oder rostrote Vogel wird etwa 40 cm groß und hat eine Flügelspannweite von rund einem Meter. Mit seinem rindenfarbigen Gefieder ist der Waldkauz in seinem Lebensraum sehr gut getarnt. Im Gegensatz zur Waldohreule hat der Waldkauz keine Federohren und kann an seinem runden beweglichen Kopf und den großen schwarzen Augen gut erkannt werden.

Hier fühlt er sich wohl

Laub- und Mischwälder bieten dem Waldkauz ideale Lebensräume. In alten oder toten Bäumen – und sogar auf Dachböden und in Scheunen – richtet sich der Höhlenbrüter komfortable Behausungen ein. Auch wenn wir Menschen vermodernde Stämme als wertlos erachten: Für den Waldkauz ist der Erhalt von Alt- und Totholz ungemein wichtig.

Partner fürs Leben

Im Spätherbst läuten die Rufe der Männchen die Balzzeit ein. Nun finden die Paare, deren Bindung sich nach der Aufzucht der Jungen etwas lockert aber ein Leben lang hält, wieder zusammen. Im März erreicht die zweite Balzphase mit allabendlichen Käuzchenrufen ihren Höhepunkt. Bald schlüpfen nun die jungen Waldkäuze. Sie verlassen nach ca. 30 Tagen die Bruthöhle, können aber noch nicht fliegen und hüpfen deshalb von Ast zu Ast. Nicht selten fallen die so genannten Ästlinge auf den Boden, werden aber auch dort von ihren fürsorglichen Eltern bis zu ihrem 100. Lebenstag gefüttert und gegen Angreifer verteidigt.

Jäger und Gejagte

Der Waldkauz ist nachtaktiv. Von der Abend- bis zur Morgendämmerung jagt er lautlos – vor allem Mäuse. Zu seinen Feinden zählen Habichte und Mäusebussarde. Aber auch Baummarder, die seine Höhlen plündern, oder Rotfüchse, die es auf die frisch geschlüpften Vögel abgesehen haben. Sein Bestand ist allerdings nicht gefährdet: Der Waldkauz ist die in Europa häufigste Eulenart.

 

 


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Feldhase

Der Feldhase – 
pfiffiger Sprinter im Naturpark

Die dämmerungs- und nachtaktiven Feldhasen können Sie im Naturpark beispielsweise auf den ehemaligen Rieselfeldern um Hobrechtsfelde beobachten. Hier finden die Vegetarier reichlich Nahrung und Versteckmöglichkeiten, um vor natürlichen Feinden Zuflucht zu finden.

Auf Partnersuche gehen die Langohren zwischen Januar und Juni – bevorzugt im März/April. Dabei gehört das Boxen mit den Vorderläufen offenbar zum Balzritual, obgleich vor der Paarung oft noch Nebenbuhler aus dem Feld zu schlagen sind. Hat sich das Paar gefunden und vergnügt, werfen die Häsinnen nach 43 Tagen zwei bis vier Junge. Bis zu drei Würfe schaffen die Hasenmütter im Jahr. In einem Versteck säugt die Mutter ihren Hasennachwuchs und verteidigt ihn aufopferungsvoll gegen Feinde. Die Kleinen können gleich nach der Geburt sehen und laufen. Zum Ende des ersten Lebensjahres haben sie schon die Geschlechtsreife erreicht.

Bei Gefahr wird ein Sprint eingelegt

Der Feldhase hat viele Feinde. Vor Wildschweinen, Füchsen, Greif- und Rabenvögeln, aber auch Hunden und wildernden Katzen muss er sich vorsehen. Deshalb sind ausreichend Versteckmöglichkeiten in der freien Flur für ihn lebensnotwendig. Er kann bis zu drei Meter weit und zwei Meter hoch springen und verwirrt seine Verfolger mit seinen abrupten Richtungswechseln. Zudem ist er ein hervorragender Läufer und erreicht bis zu 80 km/h. Befindet er sich in höchster Gefahr, hört man einen durchdringenden, quäkenden Laut, den die Jäger „Klagen“ nennen.

Bevorzugte Wohnlage

Der Feldhase liebt warme, trockene und offene Flächen, auf denen der kurzsichtige Hase durch seine seitlich stehenden Augen einen guten Überblick hat. In den letzten Jahren wurde er außerdem immer wieder auch in Wäldern gesichtet. Den Tag verbringt Meister Lampe in kleinen Mulden, Sassen genannt. Bei Gefahr drückt er sich dort regungslos an den Boden und ergreift erst im letzten Moment die Flucht. Selbst den Winter verbringt er in der Sasse und lässt sich in ihr einschneien. Hat sich der Feldhase für eine Wohnlage entschieden, bleibt er dort sein Leben lang. Entscheidend für die Ortswahl ist auch das Nahrungsangebot. Dabei bietet eine klein strukturierte Feldflur dem Feinschmecker all seine Lieblingsspeisen wie Wildkräuter, Gräser, Früchte und die Knospen von Bäumen und Sträuchern.

Einstige Gefährdung und langsame Erholung der Population

In den 70er bis 80er Jahren ging der Bestand an Feldhasen stark zurück, sodass er auch heute noch als gefährdete Art in der Roten Liste Brandenburgs geführt wird. Ein wichtiger Grund war die Strukturbereinigung der Felder. Die Hasen fanden keine Versteckmöglichkeiten und ihre natürlichen Feinde hatten leichtes Spiel. Durch den starken Einsatz von Pestiziden und Düngern gingen die Wildkräuter auf unseren Äckern zurück. In der Folge fehlte es den Hasen an Nahrung. Neue Gewerbe- und Siedlungsgebiete verdrängten weiterhin ihren Lebensraum. In den 90ern bis 2000 erholten sich die Feldhasen-Bestände gemächlich. Geringerer Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln, die Wiederbepflanzung mit Hecken und die Anlage kleinerer Schläge verbesserten auch für den Langbeiner die Lebensbedingungen.
Im Naturpark Barnim werden durch die Förderung des ökologischen Landbaus, die gezielte Förderung der Landwirtschaft für umweltgerechte Produktionsverfahren, die Sicherung von Naturschutzgebieten und die Neuanpflanzung von Hecken Bedingungen geschaffen, die das Wohnumfeld der Feldhasen attraktiver gestalten. So werden wichtige Grundlagen für eine Bestandserhöhung geschaffen.

 

 


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Eisvogel

Türkis schillernder Eisvogel

Die fischreichen Fließe und Seen im Naturpark sind für den farbenfrohen Eisvogel ein Paradies. Findet er dazu ein attraktives Plätzchen mit guter Sicht auf die Beute, so hat der Eisvogel fast alles, was sein Herz begehrt. Zu seinem Glück fehlen nur noch steile Erdwände oder Uferabbrüche, in die er seine Behausung graben kann.

All das bietet der Naturpark dem türkis schimmernden Flugkünstler. Also Ohren und Augen beim Wandern auf! Es gibt eine reelle Chance, hier den prachtvollen Kerl beobachten zu können. Häufig weist zuerst sein durchdringendes, hartes „Ziii“ auf seine Anwesenheit hin, bevor er blaugrün leuchtend und blitzartig über dem Gewässer auftaucht. Verpasst? Nach diesem kurzen Aufleuchten lohnt ein Blick in die Umgebung, vielleicht ist sogar das Fernglas dabei. Häufig hat sich der professionelle Fischer einen Ast kurz über dem Wasser gesucht, um gezielt seine Beute zu erhaschen.
Bachforellen, Gründlinge, Plötzen, Rotfedern, selten auch Insekten, Kaulquappen oder kleine Amphibien stehen auf seinem Speiseplan. Erfolgreich jagen die meisterhaften Fischer bei klarer Sicht. Hierfür benötigen sie eine gute Wasserqualität und tauchen sogar bis zu einem Meter tief zu ihrer Beute. Aber auch ihr abwechslungsreicher Speiseplan erfordert sauberes Wasser.

Naturschutzmaßnahmen im Naturpark sorgen für attraktive Wohngegenden und ein reichliches Nahrungsangebot

Uferverbau, Kanalisation von Bächen und Wasserverschmutzung führten besonders zwischen 1970 und 1990 zu Bestandseinbußen. Die Beseitigung von Wehren und künstlichen Verbauungen an zahlreichen Fließgewässern im Naturpark und das Einbringen oder Liegenlassen von Totholz schaffen nicht nur für Fische attraktivere Lebensbedingungen, sondern führen auch dazu, dass die Kraft des Wassers gestalten darf. So wird das Nahrungsangebot des Meisterfischers verbessert und Prallhänge mit Steilufern, Kiesbänke, Uferabbrüche und seichte Buchten können entstehen – ein Eldorado für Eisvögel. Die Wurzelteller umgestürzter Bäume bieten weiteres Bauland, sodass er bis 90 cm lange Brutröhren ins Erdreich graben kann.

Arbeitsteilung ist angesagt

Beim Bau der Brutröhre sind Männchen und Weibchen gleichermaßen beteiligt. Am Ende der Röhre wird ein Nestkessel gebaut. Hier legt das Weibchen Ende März sechs bis sieben Eier hinein. Beide Eltern brüten dann 18 bis 23 Tage lang und versorgen ihre Nachkommen. Nach ca. 27 Tagen fliegen die Jungen aus und jagen schon nach wenigen Stunden. Zweit- und Drittbruten dauern oft bis in den August. Wiederum ist Arbeitsteilung angesagt. Während das Weibchen auf der Brut sitzt, werden vom Partner die Nachkommen der ersten oder zweiten Brut gefüttert.

Bei Frost fällt die Nahrungssuche schwer

Auch den Winter verbringt der schillernde Eisvogel hier. Bei Frost ist er auf der Suche nach eisfreien Stellen und fliegt auch weiter zu frostfreien Gewässern, um an Nahrung zu gelangen. Zuweilen fällt die Nahrungssuche in Extremwintern schwer, sodass in harten lang andauernden Wintern die Bestände stark schrumpfen. Die Bestandseinbußen aufgrund der extremen Lebensbedingungen versucht er mit viel Nachwuchs auszugleichen.

 

 


Eisvogel

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02_Eisvogel_by_Peashooter_pixelio_de

 

 

 

 

 

Rotmilan

Elegant kreisend – und vorwiegend in Brandenburg zu Hause

Der Rotmilan, auch als Roter Milan, Königsweihe oder Gabelweihe bekannt, fühlt sich am wohlsten auf Feldern und Viehweiden, im Grünland und den angrenzenden Waldrändern. Zum Brüten benötigt er Horstbäume, zur Nahrungssuche offene Wiesen, Felder und Weiden.

Er kann eine Spannweite von über 170cm erreichen. An seinem rostroten, tiefgegabelten Schwanz ist er im Flug auch für Laien gut von dem etwas kleineren Schwarzmilan zu unterscheiden. Im Naturpark ist er auf Nahrungssuche vielerorts zu beobachten. Er jagt gerne Mäuse, kleine Vögel und Insekten, aber auch Aas steht auf dem Speisezettel. Der Rotmilan stiehlt sogar Beute bei anderen Vögeln.
Über die Hälfte des Weltbestandes der Rotmilane brütet in Deutschland. Am häufigsten kommt der Greifvogel in Brandenburg und Sachsen-Anhalt vor.

Für seine Brut baut er in über 20 Metern Höhe seinen bis zu einem Meter hohen Horst. Die Brut beginnt im April und dauert im Durchschnitt 33 Tage. Das Weibchen legt 2 bis 3, selten auch 4 Eier. Nach 6 bis 8 Wochen werden die Jungvögel flügge und verlassen nach etwa weiteren 4 Wochen die Familie.

Gefahren für den eleganten Greifvogel

Bestandsrückgänge waren seit Beginn der 1990er Jahre in Deutschland zu verzeichnen. Die Gründe für den Rückgang der Art waren vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft und der verstärkte Einsatz von Pestiziden, der durch die Aufnahme vergifteter Beutetiere auch beim Rotmilan zu Vergiftungen führt. Häufiger als andere Greifvögel verunglückt er an Windkraftanlagen. Offenbar sucht er bevorzugt in deren Nähe nach Beutetieren und wird dann selbst zum Unfallopfer. Aber auch an Freileitungen, Straßen und Bahnlinien kommt es zu Unfällen.
Aufgrund dieser Einbußen wurde der Rotmilan 2002 in die Vorwarnliste der neuen Roten Liste gefährdeter Brutvögel in Deutschland aufgenommen.
In der Regel zieht der Rotmilan von Mitteleuropa im Winter in den Süden, wobei ein hoher Prozentsatz der im westlichen und südwestlichen Europa brütenden Rotmilane im Brutgebiet verbleibt.

Verbesserungen durch umsichtigen Umgang mit dem Lebensraum des Rotmilan

Zur Verbesserung der Bestände sollte unbedingt die Belastung durch Pestizide in der Landwirtschaft verringert werden. Weitere sinnvolle Maßnahmen zum Schutz des Rotmilans sind Vogelschutzmarker an Freileitungen zur besseren Sichtbarkeit, sowie vogelfreundliche Mastkonstruktionen. Brutplätze und Winterschlafplätze des Rotmilans müssen von Windkraftanlagen konsequent ausgeschlossen werden.
Am Besten wird während der Brutzeit im Umkreis von 300 Metern zum Horst keine Waldbewirtschaftung durchgeführt und die Anlage von Wanderwegen erfolgt abseits von Horststandorten. So kann der elegante Greifvogel auch weiter bei uns seine Runden über den Feldern ziehen.

 

 


Die Schnelle Havel

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03_Rotmilan_Uwe Schlick_pixelio.de

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Naturparkfest 2015

Am 5.9. lädt der Naturpark Barnim zum Fest in Biesenthal

Sagenhaftes Treiben rund um den Schlossberg in Biesenthal
Erleben Sie Seiltänzer, Theater-Performance, den Biesenthaler Regionalmarkt und vieles mehr!

Zum 2. Mal gastiert der Naturpark mit vielfältigen Angeboten rund um den Schlossberg.
Hier kann geritten, gebastelt, geklettert und getobt werden. Die Mutigen bezwingen von außen den Turm und die Geschickten laufen auf Stelzen oder dem Seil.
Verschiedene Erlebnisstationen erzählen Geschichte und Geschichten rund um den Schlossberg. Wer hoch hinaus möchte, wird mit einem fantastischen Blick auf das bunte Treiben und die Stille in der Ferne belohnt.

Viele Attraktionen für Jung und Alt

Hier können Naturinteressierte sich informieren und Kulturgenießer ihre Seele baumeln lassen. Grünholzdrechseln, Bogenbauen und Bogenschießen – für handwerklich Begabte gibt es eine Menge zu probieren. Oder wie wäre es mit dem Bau von Nistkästen? Dies und vieles mehr zum Thema Wald bieten die Berliner und Brandenburger Forsten und der Jagdverband Bernau.
Der Naturpark Barnim, seine Naturwächter und der NABU stellen aktuelle Projekte vor.
Dabei untermalen Livemusik, Artistik, Tanz und Theater-Performance das Treiben.
Hier und da ziehen bezaubernd kostümierte Stelzenläufer die Gäste in ihren Bann.

Leckeres und Schönes

Der Biesenthaler Regionalmarkt bereichert mit einem vielfältigen Angebot an Kunsthandwerk und landwirtschaftlichen Produkten. Mal bio, mal regional – es kann genascht, bewundert, gestaunt und natürlich auch gekauft werden.

Gerhard Schöne – von leise bis intensiv

Der weitbekannte Liedermacher berührt, bewegt und begeistert Groß und Klein mit seinen Songs. Seit Jahrzehnten füllt der Meister der leisen Töne Konzerthallen auf seinen Tourneen. So freuen wir uns, ihm mit seinen Songs diesmal beim Naturparkfest zu lauschen.

 

Detaillierte Informationen rund um das Fest und die vielfältigen Aktivitäten lesen Sie unter:
www.naturparkfest-barnim.de

 


Seifenblasen
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