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Selber ackern – leicht gemacht

Selber ackern – leicht gemacht

Nachhaltige Landwirtschaft in die Stadt bringen: An vier Orten ermöglicht der bauerngarten schon seit 10 Jahren Berliner*innen auf kreisrunden Feldern gemeinschaftlichen ökologischen Landbau zu entdecken und zu betreiben. Der Standort Pankow ist übrigens Teil des Botanischen Volksparks – und Teil des Naturparks Barnim.

Warum nicht nur aus dem Supermarkt?

Aktuell wird die räumliche Entfernung, die unsere Lebensmittel vom Acker zum Teller zurücklegen, immer größer. Im selben Maße entfernen sich auch die Vorstellungen von Erzeugern und Verbrauchern davon, was Landwirtschaft ist und sein will immer mehr voneinander. Der bauerngarten möchte neuartige Formen einer gemeinschaftsgetragenen Lebensmittelerzeugung umsetzen, bei denen Bürger*innen und Bauern gemeinsame Sache machen, statt sich aus der Ferne zu beäugen.
Immer mehr Menschen wollen auch nicht mehr am Ende einer langen und anonymen Kette der Lebensmittelwirtschaft stehen. Selbstermächtigung von Verbraucherinnen und Verbrauchern ist das Stichwort. Wer Souverän seines/ihres Kühlschranks werden möchte, dem/der bietet das Ackerprojekt die Möglichkeit, bei der Erzeugung der täglichen Lebensmittel wieder selbst Hand anzulegen.
Freude am Gärtnern, die Suche nach sinnvoller Betätigung, Stolz auf die eigene Ernte, Neugierde und Wissensdurst sind dabei die Triebfeder der Bauerngärtnerinnen und Bauerngärtner.

Das Prinzip

Der bauerngarten Berlin nutzt das Konzept der Gemüseselbsternte-Parzellen, welche in den 90er Jahren in Wien entwickelt wurden.
Die Idee ist einfach und überzeugend: Ein Landwirt bestellt einen stadtnahen Acker und vergibt bereits mit Gemüse bestellte Gartenparzellen an interessierte Kund*innen. Diese schlüpfen für die Dauer eines Jahres in die Rolle des Kleinstbauern und können in der Parzelle ohne fachliches Vorwissen eine Vollversorgung mit saisonalem Ökogemüse erwirtschaften.
Das Konzept zeichnet sich durch eine niedrige Einstiegsschwelle aus: die Mitgliedschaft ist jährlich befristet, der Zeitaufwand auf wenige Stunden in der Woche begrenzt und der Landwirt steht als kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um den Gemüseanbau zur Verfügung.
Die Bereitstellung von Betriebsmitteln wie Bewässerungstechnik, Dünger, Jungpflanzen und Saatgut zum Nachpflanzen sind mit der Wissensvermittlung die wichtigsten Aufgaben des Landwirts.

Die Ernte

Nach der Pflege kommt die Ernte; Knackige Salate, erdige Kartoffeln, dicke Kürbisse und vieles Andere wandert dann aus der Parzelle nach Hause auf den Teller. Gerade der Mangold und die Zucchini legen sich ordentlich ins Zeug, sodass eigentlich wöchentlich geerntet werden kann. So kommt es in den Sommermonaten oft vor, dass kein Gemüse mehr dazugekauft werden muss.
Neben den vielen verschiedenen Erträgen aus (teils) alten Sorten, nehmen die Städter*innen auch Wissen über Lebensmittelerzeugung im Sinne der Urproduktion und ein größeres Bewusstsein für ökologischen Gemüsebau mit nach Hause.
Auch Insekten, Wildkräuter und Co. bedanken sich im Sinne der Biodiversität für den Verzicht auf Pestizide, synthetischen Dünger und reichlich Rückzugsorte in den Wildobsthecken.

 

 


 

 

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